KARASEK, HELLMUTH
Autorenlesung vom 25.09.2009 ansehen

Hellmuth Karasek, geboren am 4. Januar 1934 in Brünn (Tschechoslowakei), ist ein deutscher Journalist, Buchautor, Literaturkritiker und Professor für Theaterwissenschaft. Karasek schrieb auch drei Theaterstücke unter dem Pseudonym „Daniel Doppler“.
Als er zehn Jahre alt war floh seine Familie vor dem Vormarsch der Roten Armee von Bielitz (damals Ost-Oberschlesien, jetzt Polen) über mehrere Zwischenstationen nach Bernburg an der Saale in Sachsen-Anhalt. Er war einige Monate Schüler einer Nationalpolitischen Erziehungsanstalt (Napola).
Karasek selbst übersiedelte nach dem Abitur aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland.
Nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und Anglistik in Tübingen promovierte er und begann seine journalistische Laufbahn bei der Stuttgarter Zeitung. Er war danach ein Jahr lang Chefdramaturg am Württembergischen Staatstheater und seit 1968 Theaterkritiker bei der Wochenzeitung Die Zeit.
Von 1974 bis 1996 arbeitete er beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel und wurde zu einem der bekanntesten Literatur- und Filmkritiker. Nach seiner Zeit beim Spiegel war er bis 2004 Mitherausgeber des Berliner Tagesspiegels.
Heute arbeitet er unter anderem für die Zeitungen Die Welt, Welt am Sonntag und Berliner Morgenpost der Axel Springer AG. Er ist häufig in verschiedenen Fernsehsendungen zu sehen.
Viele Jahre lang war Karasek neben Marcel Reich-Ranicki ständiger Teilnehmer an der ZDF-Sendung Das Literarische Quartett.
Als Buchautor sowie Theater- und Filmkenner ist er Mitglied im P.E.N.-Zentrum Deutschland und in der Akademie der Künste in Frankfurt und Hamburg.
Seit 1992 ist Karasek Professor am theaterwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg.
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