Autorenlesung auf erlesen.TV: NILS MOHL – Ich wäre tendenziell für ein Happy End
[...] Ein Mann verirrt sich am Feierabend in seinem Wohnviertel und ihm entgleitet binnen weniger Stunden sein Leben. Der Gast einer Silvesterparty findet sich plötzlich in einem Action-Film wieder und sieht sich zwischen rauschhaft Feiernden vor die Frage gestellt: „rotes oder blaues Kabel?“ Ein dritter füllt den Anrufbeantworter seiner Geliebten mit Geschichten über einen Stau auf der Autobahn – eine entlaufende Giraffe hat ihn ausgelöst, die Wartenden schliddern unversehens in Katastrophen. [...]
Nils Mohl hebt in seinen Storys die Decke bürgerlichen Daseins an und entdeckt darunter Surreales – Ausbruchsphantasien, kleine Freiheiten, Schmerz, Melancholie. Mohls Figuren stoßen ständig an die Grenzen ihrer Beziehungsfähigkeit, doch der Autor begibt sich dabei nicht auf die Suche nach Ursachen, er beobachtet exakt und überlässt es dem Leser, Schlüsse zu ziehen.
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Nils Mohl wurde 1971 geboren. Er lebt mit seiner Familie in Hamburg und arbeitet als Werbetexter und Dozent. Für seine Short Storys wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem war er zweimal Preisträger beim MDR-Literaturpreis sowie zweimal mit dem Literaturförderpreis der Stadt Hamburg